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Sennheiser HD 660S

(4.5 / 5 bei 21 Stimmen)

371,83 €

Zuletzt aktualisiert am: 18. August 2019 6:12
HerstellerSennheiser
BauweiseOffen
Impendanz150 Ohm
Frequenzbereich10 Hz - 41 kHz
Kabellänge300 cm
Gewicht260 g
AnschlussPentaconn (4,4 mm) und 6,35 mm (Adapter 6,35 auf 3,5 mm liegt bei)

Es ist kaum zu glauben, aber der HD 600 von Sennheiser wurde erstmals 1997 vorgestellt. Sie produzieren und verkaufen diesen Kopfhörer nun schon seit über zwanzig Jahren! Sennheiser hat nach all den Jahren endlich einen neuen Kopfhörer für die legendäre HD 600/HD650 Familie auf den Markt gebracht: Den Sennheiser HD 660S. Wie es so schön auf der Verpackung steht: „The Legend Continues!“ Wir haben uns das Modell einmal genauer angeschaut.


Gesamtbewertung

96.5%

"ausgezeichnet"

Die Tonqualität
97%
Die Ausstattung
98%
Die Verarbeitung
99%
Die Preis / Leistung
92%

Sennheiser HD 660S im Test

Wenn Sennheiser-Kopfhörer den Namen „S“ tragen, bedeutet das ein paar Dinge: Sexy mattschwarzes Styling, geschmeidige, konturierte Linien, minimales und smartes Branding und unglaubliche Verarbeitungsqualität. Auch der HD 660 S hat all diese Qualitäten in sich vereint. Der Studiokopfhörer ist fast genau wie die HD 600 und HD 650 geformt, jedoch mit etwas dickeren Polstern und verbesserten Polstern am Stirnband.

Die ovalen, offenen Cups sind so konzipiert, dass sie der Form des menschlichen Ohres annehmen und sich so anfühlen, als wären sie robust genug, um einen Absturz zu überstehen.

Der Sennheiser HD 660S wird mit einer Menge Goodies in der Box geliefert:

  • 3m Kabel mit Pentaconn-Stecker (4,4 mm) (balanced)
  • 3m Kabel mit 6,35mm Stecker (unbalanced)
  • 6,35mm auf 3,5mm Adapter

Dies ist das erste Mal, dass wir einen Kopfhörer mit einem 6,35 bis 3,5 mm-Anschluss gesehen haben. Durch den großen Lieferumfang ist es Sennheiser gelungen, dies umzusetzen und der Anschluss ist überall möglich.

Mit einem Gewicht von 260 Gramm ist der HD 660S leichter als der 330 Gramm schwere HD 800 und hat das gleiche Gewicht wie seine älteren Geschwister HD 600 und HD 650.

Das Innere des Studiokopfhörers

Vor der Ankündigung dieser Kopfhörer kursierten Gerüchte, dass Sennheiser die gleichen Lautsprecher, wie beim HD 700 benutzen wird. Allerdings hat sich herausgestellt, dass Sennheiser einen völlig neuen Lautsprecher nutzt, welches exklusiv für diese Version entwickelt wurde. Es ist jedoch möglich, dass dieser auf dem des alten HD 700 basiert, da beide die gleiche Größe und Impedanz haben.

Diese Impedanzdifferenz ist interessant, da die Sennheiser HD 600 und HD 650 beide die gleiche 300-Ohm-Impedanz besitzen, während das neue Modell die Impedanz auf 150 Ohm halbiert hat. Nach Sennheiser´s Aussage ist die Wahl für die niedrigere Impedanz aus dem folgenden Grund gefallen:

„Mit einer geringeren Impedanz von 150 Ohm kann die HD 660S mit mobilen HiRes-Playern oder in direkter Verbindung mit hochwertigen, stationären HiFi-Komponenten genutzt werden.“

Das Gehäuse ist aus einem präzisen Edelstahlgewebe gefertigt, das anscheinend hilft, die Membranbewegungen während der Wiedergabe zu kontrollieren. Die Schwingspulen bestehen aus leichtem Aluminium, und jedes Paar von Lautsprechern ist mit weniger als 1 dB Varianz abgestimmt.

Video zum Sennheiser HD 660S

Benutzung des Sennheiser-Kopfhörers

Wie bei der HD 6XX-Serie üblich, ist die Klemme zunächst recht stabil. Die größeren (und weicheren) Pads machen es jedoch diesmal angenehmer, den Kopfhörer zu tragen. Mit der Zeit sollte sich das Stirnband etwas lockern, und die Klemme wird weniger fest. Trotz dieser Klemme ist der HD 660S immer noch recht komfortabel und wird fest am Kopf gehalten.

Sennheiser behauptet, dass die geringere Impedanz dieser Kopfhörer die Wiedergabe auf einer größeren Anzahl von Quellen ermöglicht und das scheint auch der Fall zu sein. Mit tragbaren Verstärkern oder sogar mit einem Mobiltelefon werden mit dem Sennheiser HD 660S beeindruckende Ergebnisse erzielt.

Bei der Nutzung eines Smartphones (Sony Xperia XZ1 Compact) konnte die Lautstärke auf ein hohes aber angenehmes Level gebracht werden. Das Ergebnis konnte durchaus überzeugen. Auch aus einem Röhrenverstärker heraus hat sich der HD 660S trotz der fehlenden Anpassung der Ausgangsimpedanz hervorragend bewährt. Aber das nur am Rande, da hier die Nutzung im Tonstudio bzw. Homerecording-Studio im Fokus steht.

Der Sound des Kopfhörers

Der HD 660S verfügt über einen klaren und detailgetreuen Bass, der sich nicht so anfühlt. Es gibt eine ordentliche Menge an fest getriebener Schlagkraft, aber nichts Weltbewegendes. Nur glatte, saubere Mitteltonstöße und ein leichtes Rumpeln für den Tiefbass.

Der Mitteltonbereich ist recht fortschrittlich und ebnet den Weg zu einem sehr sauberen und aufschlussreichen Hörerlebnis, insbesondere bei Gesang und akustischen Spuren. Diese Art von Spuren kann daher besonders einnehmend sein. Aufgrund dieser Vorwärtssignatur können einige Songs ein wenig schüchtern oder zu hell sein. Allerdings kann dies mit dem Verstärker oder dem richtigen Quellgerät leicht in den Griff bekommen werden.

Beim Song „I Think so“ von Rival Consoles, gibt es eine Fülle von Details und Nuancen. Die Samples in diesem Song beginnen mit einer so niedrigen Lautstärke, gruseln immer lauter und lauter und erreichen ein letztendlich verrücktes Crescendo. Beim Hören mit dem HD 660S hören sich die Samples aus einer Entfernung von einer Meile, auch wenn sie sanft einblenden. Einfach genial!

Die Abbildungsfähigkeit dieser Kopfhörer ist hervorragend. Ein gutes Beispiel dafür ist das Hören von „God’s away on Business“ von Tom Waits. Der raue und harte Gesang ist im Mix enthalten und jedes im Track gespielte Instrument kann individuell ausgewählt und angehört werden. Selbst die kleineren Stücke, die bis zum Rand des Mixes geschwenkt werden, sind leicht zu erkennen und das subtile Klangbild der Instrumente ist leicht zu hören.

Da es sich um offene Kopfhörer handelt, war nicht zu erwarten, dass diese so gut isolieren. Dies sind jedoch wirklich „offene“ Kopfhörer. Durch die ovalen Ohrmuscheln ergibt sich eine wesentlich größere offene Oberfläche als bei einem typischen offenen Kopfhörer. Das bedeutet, dass sie zwar überhaupt nicht isolieren, aber bei längeren Hörsitzungen schön atmen können. Für den Tonstudio-Gebrauch sind eher die geschlossenen Modelle, wie der Beyerdynamic DT 1770 PRO geeignet.

Fazit

Sennheiser hat anscheinend die Motorhaube des sanften Kopfhörers HD600/650 geöffnet und einen Kompressor an den Motor im Inneren befestigt. Einige hartgesottene Fans der HD600/650 mögen die vorwärts gerichtete Klangsignatur vielleicht nicht zu schätzen wissen aber andere werden einen großen Kick von den neu belebten Basspegeln und der Überarbeitung der oberen und mittleren Frequenzen bekommen.

Der Sennheiser HD 660S ist ein ausgezeichneter Kopfhörer, der auch gut für den Einsatz im Tonstudio bzw. Homerecording-Studio geeignet ist. Mit Ausnahme minimaler klanglicher Probleme ist das Klangbild allumfassend und dadurch bestens für eine Aufnahme geeignet. Durch den großen Lieferumfang werden drei verschiedene Anschlüsse abgedeckt und der Kopfhörer bietet somit eine große Anschlussvielfalt. Die Länger der mitgelieferten Kabel ist mit drei Metern ok aber könnte durchaus etwas länger sein. Alles in allem, fällt das Fazit trotzdem sehr positiv aus und wir können den Kopfhörer bedenkenlos empfehlen, auch wenn er etwas teurer ist. Trotzdem würden wir eher zur Alternative von Beyerdynamic greifen, für den Einsatz im Tonstudio. Wem die Preise beider Alternativen zu hoch sind, kriegt auch ein gutes Modell mit dem Sony MDR-7506 für deutlich weniger.

Keine Erfahrungsberichte vorhanden


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