Skip to main content

Das große Tonstudio Portal für Deutschland

Homerecording: Das Homestudio einrichten

Homerecording

Homerecording

Von Homerecording spricht man, wenn Sound nicht in einem professionell ausgestatteten Tonstudio, sondern zu Hause in den eigenen vier Wänden aufgenommen wird. Dabei ist es heute mit gutem Equipment möglich, auch im Homerecording Studio qualitativ hochwertige Aufnahmen anzufertigen. Wir zeigen, worauf beim Homestudio einrichten zu achten ist.

Wichtig: Wenn du noch gar nicht weißt, was du zum Tonstudio einrichten brauchst, findest du hier ein passendes Tutorial: Zum Tutorial: Tonstudio einrichten

Übrigens: Aufnehmen im Homestudio wird immer beliebter. Von YouTube-Videos und Podcasts über Gesang oder Instrumente bis hin zu ganzen Musikalben – mit dem entsprechenden Zubehör und genug Know-How ist (fast) alles möglich. Wichtig ist, dass der Nutzer sich von vorne herein klar macht, welche Art von Aufnahmen gewünscht sind und welche Ansprüche man an die Qualität hat.

Beim Homestudio einrichten kommt es nicht nur darauf an, die passende Hardware zu haben, sondern man muss auch über entsprechendes Wissen verfügen. Mit wenigen Tipps und Tricks lässt sich die Aufnahmequalität deutlich steigern. Wir zeigen, worauf es beim Homerecording wirklich ankommt.

Die ideale Aufnahmeumgebung finden

Aufnahmeumgebung für Homestudio

Aufnahmeumgebung fürs Homestudio

Da zu Hause nicht jeder Raum einfach so in ein Tonstudio verwandelt werden kann, sollte man sich die Auswahl des perfekten Raumes nicht zu einfach machen: Der Grundriss und die existierende Möblierung kann großen Einfluss auf die Tonqualität haben. Grundsätzlich gilt: Je mehr feinporige und je weniger glatte Oberflächen, desto besser.

Feinporige Oberflächen absorbieren Schallwellen, anstatt diese in den Raum zu reflektieren. Aus diesem Grund wird in professionellen Tonstudios die gesamte Wand mit speziellem Schallschaumstoff ausgekleidet. Wer nichts anderes zur Verfügung hat, kann das Mikrofon auch einfach in den geöffneten Kleiderschrank stellen – Wolle und andere Stoffe absorbieren Schall erstaunlich gut.

Ein Studiotisch mit Computer und genug Platz für Instrumente, Verstärker, Peripheriegeräte, sowie weiteres Equipment sollte daneben auch zur Verfügung stehen. Wer eine Aufnahmekabine nutzen kann, hat hier natürlich einen großen Vorteil: Für Gesangsaufnahmen kann der Sänger einfach in einen kleinen, abgeschlossenen und top gedämmten Raum gestellt werden.

Mehr Infos finden Sie auf unserer Partnerseite: Homerecording Studio einrichten

3 Tipps für die perfekte Aufnahmeumgebung

Das wichtigste bei der Wahl der passenden Aufnahmeumgebung fürs Homerecording Studio ist:

  • möglichst wenig glatte Oberflächen (Teppiche / Textilien können helfen)
  • genug Platz für Studiotisch & Equipment
  • möglichst wenig Hintergrundgeräusche (z.B. von Straßen)

Das eigene Homestudio einrichten

Homestudio einrichten

Homestudio einrichten

Wenn es dann ans eigentliche Homestudio einrichten geht, muss natürlich auf das passende Equipment geachtet werden. Neben den eigentlichen Geräten – also Mikrofon, Audio Interface, Computer, Mischpult, Kopfhörer, Monitore – ist auf Grund der mangelnden Schalldämmung im Homestudio eine besondere Auswahl an Equipment wichtig.

Am besten ist hier natürlich ein Reflexionsfilter (auch Reflexionsschirm genannt). Diese Konstruktion ermöglicht es, fehlgeleitete Schallwellen unmittelbar nach dem Mikrofon zu absorbieren. Auch von außen kommende Schallwellen werden nicht in den Mikrofonkorb gelassen. Selbstgebaute Reflexionsfilter aus Eierschachteln kann man getrost weglassen – deren Oberflächenstruktur ist bei weitem nicht feinporig genug.

Auch die Software ist wichtig für gute Aufnahmen im Homerecording. Nicht nur beim Aufnehmen selbst, sondern auch beim Mischen und Mastern kann großer Einfluss auf die Tonqualität genommen werden. Einsteiger-Software ist für den Anfang oft gut geeignet, für ambitionierte Nutzer führt jedoch kein Weg an professioneller Software vorbei.

Wer noch keine oder wenig Erfahrung im Homerecording Bereich hat, der sollte zunächst auf eine einfache Software zurückgreifen. Profi-Programme bergen die Gewahr, Einsteiger leicht zu überfordern.

Studio-Programme fürs Homestudio

Die folgenden Programme eignen sich für ambitionierte Anfänger bestens:

  • Audacity (kostenlos)
  • GarageBand (kostenlos)
  • Reaper (ca. 55 – 210 €)
  • Cubase Pro (ca. 600 €)
  • Logic Pro (ca. 220 €)
  • Ableton Live (ca. 80 – 600 €)
  • ProTools (ca. 600 €)

Die Tonqualität verbessern

Wer die ersten Aufnahmen bereits fertig hat, der steht vor dem nächsten Schritt: Die Tonqualität verbessern. Im Gegensatz zu professionell gedämmten und eingerichteten Tonstudios ist die Soundqualität hier am Anfang oft nicht perfekt – es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten zur Qualitätssteigerung. Vor allem die Optimierung des SetUps bietet gute Wege, die Aufnahmen an die eigenen Anforderungen anzupassen.

Zunächst sollte das SetUp aus Mikrofon und Schallquelle überprüft werden. Welche Entfernung des Mikrofons zur Schallquelle ist perfekt? Welche Filter sollten beim Mastering genutzt werden? Diese und weitere Fragen sollten vor den finalen Aufnahmen geklärt werden. Hier hilft nur eins: Ausprobieren und Testen. Je mehr Probeaufnahmen angefertigt werden, desto besser wird die Qualität am Ende.

Auch das Hinzuziehen weiterer Zubehörteile kann sich positiv auswirken. Ein Popschutz, eine Mikrofonspinne und ein Reflexionsschirm können wahre Wunder bewirken. Wichtig: Kondensatormikrofone sollten immer mit dem Korb nach unten aufgehängt werden. Die im Kondensator entstehende Wärme steigt dann nicht durch die Membran nach oben und schützt die Aufnahmen vor Fehlern.

An irgendeinem Punkt erreicht jedoch das beste Homestudio für Tonaufnahmen seine natürlichen Grenzen. Selbst mit der besten Hardware ist es unmöglich, die Qualität eines professionellen Tonstudios zu erreichen. Hier ist es dann an der Zeit, die Heimaufnahme durch Aufnahmen im Tonstudio zu ersetzen.

Abgrenzung: Tonstudio vs. Homestudio

Homestudio vs. Tonstudio

Homestudio vs. Tonstudio

Auch das am besten ausgestattete Homestudio kann natürlich nicht mit einem professionell eingerichteten Tonstudio mithalten. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zunächst spielt natürlich der finanzielle Aspekt eine große Rolle. Professionelles Equipment kann sehr teuer sein. Studiomonitore gibt es fürs Homerecording zum Beispiel schon für knapp über 100 € – im Profibereich reicht die Preispanne bis zu mehreren tausend Euro.

Aber auch die Dämmung spielt eine wichtige Rolle. Ein professionell gedämmtes Tonstudio macht die Nutzung einiger Zubehörteile (wie etwa Reflexionsfilter) überflüssig, aber auch die Steigerung der Tonqualität durch die perfekte Schalldämmung ist nicht zu verachten. Bereits der Grundriss der Aufnahmeumgebung kann einen großen Einfluss auf die Soundqualität haben.

Wer professionell Aufnahmen anfertigen möchte, der kommt also um die Nutzung eines richtigen Tonstudios nicht umher. Für bestimmte Aufnahmezwecke ist jedoch auch ein Homerecording Studio vollkommen ausreichend. Hier muss der Nutzer sich darüber im klaren sein, welche Ansprüche er an die Tonqualität stellt. Je besser die Ausstattung im Homestudio, desto besser werden im Endeffekt natürlich auch die Aufnahmen.

Für ein eigenes Homerecording Studio braucht es nicht viel mehr als ein Mikrofon und ein Audio Interface. Beides im Bundle gibt es hier – im günstigen Paketpreis auf Amazon:

Rode NT1-A & Steinberg UR22 *

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.